Die „Zille“ ist Geschichte – Willkommen „Kultursaal“

Die Donauschwäbischen Verbände in Deutschland betreiben Vereinshäuser, Heimatstuben, Heimatmuseen und ähnliche Objekte. Mit den Donauschwaben in Albstadt wurde bisher die „Zille“ in Verbindung gebracht. Das Vereinsdomizil wurde bei Bezug im Jahre 2002 aufgrund der Form des Gebäudes in Anlehnung an die Ulmer Schachteln bzw. Zillen auf den genannten Namen eingeweiht.

Die „Zille“ ist seit März 2021 Geschichte. Der Ortsverband musste ausziehen, hat jedoch einen guten Ersatz gefunden:

In einer ehemaligen Trikotagenfabrik konnte ein Großteil des Erdgeschosses angemietet werden. Für die Helfergruppe der Albstädter Donauschwaben ist das jedoch eine enorme Herausforderung. Im Prinzip muss aus einer Produktionsstätte und einem Stofflager einer ehemaligen Textilfabrik ein Vereinsheim werden. Oder zumindest Vereins“räumlichkeiten“, denn es handelt sich ja „nur“ um einen Teil des Erdgeschosses.

Auszug aus der Zille. Mehr als einhundert Trachten und viel Trachtenzubehör müssen transportiert werden.

Ein Teil des neuen Kultursaals im Rohzustand. Hier entsteht die Veranstaltungsfläche für Kulturveranstaltungen, Jugendseminare und vieles mehr.


In der Zwischenzeit konnte ein Teil der neuen Räumlichkeiten renoviert werden. Für einige „grobe“ Bauarbeiten, auch im Bereich des Brandschutzes, fehlen noch die erforderlichen Genehmigungen. In Albstadt wartet man gebannt auf das Schreiben des Bauamtes, um weiterbauen zu können.

Parade-Bettkissen und Paradedecken in der Heimatstube Franzfeld, die zwei Drittel der Ausstellungsfläche ausmacht.

Franzfelder Hochzeitszug und Modell der Franzfelder Kirche. Alles noch im Dornröschenschlaf.

Auch fast alle anderen Exponate sind zum Schutz vor den noch anstehenden Bauarbeiten in Folie gehüllt.


Wenngleich der Auszug aus dem ehemaligen Gebäude „Zille“ nur mit schweren Herzen erfolgte, so können im neuen Kultursaal und den Ausstellungsflächen ganz neue Möglichkeiten geschaffen werden. Die gesamte Fläche ist hier doppelt so groß als in der ehemaligen Zille. Das bietet neben Kulturveranstaltungen der Donauschwaben auch Platz für Seminare, Tagungen oder auch private gesellige Feiern.

Bild oben: Kaum zu glauben, aber in diesem scheinbar anmutenden Chaos entsteht zur Zeit der Veranstaltungssaal.

Bild unten: Die Ausstellungsflächen werden zukünftig sprachgebräuchlich in „Räume“ unterteilt, wobei es sich hierbei eher um „Flächen“ handeln wird, weil die Ausstellungsflächen insgesamt nur aus zwei Räumen bestehen werden. Bereits im Eingangs-/Garderobenbereich sind Bilder, Dokumente, Fotos an den Wänden angebracht. Im eigentlichen (großen) Ausstellungsraum sind nach Fertigstellung die Franzfelder Heimatstube und der „Raum Banat“ zu finden.

Teileinweihung am 24. Juli 2021

Der ursprünglich gefasste Plan sieht folgendes vor:  Einweihung / offizielle Eröffnung mit Sommerfest und Tag der offenen Tür am 24. Juli 2021.    Je nach Baufortschritt wird es wohl aber nur zur einer Teileinweihung kommen. Die Ausstellungsflächen werden fertig sein und für den Tag der offenen Tür der Bevölkerung zur Besichtigung zur Verfügung stehen. Die Fertigstellung des Veranstaltungssaals hängt nun einzig und allein von den notwendigen Genehmigungen ab. Sollten diese bis spätestens 20. Juli eintreffen, kann in  „Hau-Ruck-Aktionen“ die Fertigstellung des Saals auch noch gelingen.

Die beste Nachricht kommt zum Schluss:  Das Fest an sich findet definitiv statt!

Auf dem Parkplatz des Kultursaals wird ein Zelt gestellt, um eine Zusammenkommen bei jedem Wetter zu ermöglichen!

Die Albstädter Donauschwaben freuen sich auf Ihren Besuch!

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