70 Jahre Bund der Vertriebenen Baden-Württemberg


v.l.n.r.:
Otto Harfmann / Stv. Bundesvors. Donauschwaben, Matthias Schwarz / Ortsvorsitzender Donauschwaben Albstadt und Kreisvorsitzender BdV Zollernalb, Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Markus Kyas / Stv. Bundesvors. Donauschwaben, Jürgen Bültemann / Vorsitzender HOG Miletitsch, Jürgen Harich / Stv. Bundesvors. Donauschwaben

Vereinigte Landsmannschaften

Donauschwaben beim BdV-Jubiläum in Stuttgart

Der Bund der Vertriebenen Baden-Württemberg feierte im Weißen Saal des Neuen Schlosses Stuttgart sein 70-jähriges Bestehen. Zahlreiche Besucher aus allen Landsmannschaften Baden-Württembergs reisten an, um gemeinsam mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landesinnenminister Thomas Strobl die Arbeit des Bundes der Vertriebenen gebührend zu würdigen.

Der Präsident des Bundes der Vertriebenen, Bernd Fabritius, hob in seiner Ansprache besonders den Übergang von der Erlebnisgeneration zur Bekenntnisgeneration hervor. Mittlerweile seien die Enkel und Urenkel der einstigen Flüchtlinge und Vertriebenen in den Landsmannschaften organisiert, obwohl sie selber hier in Baden-Württemberg geboren sind und mit der „alten Heimat“ kaum Berührungspunkte haben. Dennoch engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche in den Landsmannschaften, um gemäß § 96 des Bundesvertriebenengesetzes die Kultur und die Traditionen aus den Herkunftsgebieten zu pflegen und weiter zu geben. „Durch den Fall des eisernen Vorhangs vor dreißig Jahren“, betont Fabritius, „haben sich ganz neue Möglichkeiten der Verbindungen in Europa ergeben.“ Nicht umsonst laute das Motto des BdV: „Vertriebene und Spätaussiedler – Brückenbauer in Europa“. Der Jugendaustausch sei besonders hervorzuheben, der durch die Landsmannschaften zusammen mit den Herkunftsländern rege stattfinde.

Diesen Worten schlossen sich auch Landesinnenminister Thomas Strobl und Ministerpräsident Winfried Kretschmann in Ihren Reden an. Beide hoben hervor, dass es ohne die Vertriebenen das Land Baden-Württemberg gar nicht geben würde, denn diese Volksgruppe habe vor 70 Jahren geschlossen für den Südwest-Staat gestimmt, der damals noch aus Württemberg, Württemberg-Hohenzollern und Baden bestand. Somit sei es auch kein Zufall, dass die beiden Jubiläen – 70 Jahre Bund der Vertriebenen und 70 Jahre Baden-Württemberg – in das selbe Jahr fallen. Als Brückenbauer in Europa seien die Nachkommen nun wichtiges Bindeglied zwischen den Europäischen Nationen. Der Festakt wurde musikalisch begleitet durch die Egerländer Familienmusik Hess und der Familienmusik Preisenhammer. Beim anschließenden Stehempfang mischten sich die Politiker unter das Volk und ließen den Tag gemeinsam ausklingen.

Matthias Schwarz

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