Die Donauschwaben aus Jugoslawien

  Neben den etwa 510 000 in der heutigen Wojwodina und im heutigen zu Kroatien gehörenden Slawonien lebenden Donauschwaben gerieten etwa 70 000 Altösterreicher aus der nunmehr von den Slowenen annektierten Untersteiermark und aus Oberkrain sowie etwa 20 000 Gottscheer unter das südslawische Regime. Nationalromantische Impulse, Erfahrungen mit andersnationalen politischen Bewegungen sowie der wachsende Überfremdungsdruck zeitigten ein erwachendes Selbstbehauptungsstreben und führten 1920 zu Gründung des Schwäbisch-Deutschen Kulturbundes, dessen Devise neben „Heimat, Muttersprache, Väterglaube“ auf „Staatstreu und volkstreu“ lautete und der dennoch einem dreimaligen zeitweiligen Verbot ausgesetzt war. Bei den einigermaßen freien Wahlen zum jugoslawischen Parlament gewann die 1922 gegründete „Partei der Deutschen“ 1923, 1925 und 1927 je acht, fünf und sechs Mandate. Sie wurde aber wie alle anderen national orientierten Parteien 1929 bei der Errichtung der Diktatur König Alexanders I. verboten.

  Die Minderheitenschutzbestimmungen bekamen keinen Verfassungsrang. Die während des Weltkrieges getätigten Kriegsanleihen wurden vom Staat seinen neuen Bürgern gegenüber nicht eingelöst. Im Rahmen der Bodenreform wurde Grundbesitz nur an Slawen, nicht aber an ebenso bedürftige Donauschwaben zugeteilt. Diese bekamen bis 1940 keine deutschsprachigen Gymnasien, und Elementarschulen mit deutscher Unterrichtssprache nur, wenn dreißig deutsche Kinder pro Klasse vorhanden waren. Sie waren von der staatlichen und kommunalen Beamtenlaufbahn ausgeschlossen und durften im behördlichen Umgang nicht ihre Muttersprache, sondern ausschließlich die serbokroatische Staatssprache benutzen. Namentlich das vergebliche Ankämpfen der nationalkonservativen Kulturbundführung und der donauschwäbischen Politiker gegen diese Diskriminierungen führte zum Aufkommen einer unter nationalsozialistischem Einfluß stehenden Erneuerungsbewegung, deren gemäßigte Kräfte 1939 auf Druck aus Berlin die Führung im Kulturbund übernahmen.

  Nach dem Putsch serbischer, mit Frankreich und England sympathisierender Generäle Ende März 1941 in Belgrad, der den von der Regierung eben erst unterzeichneten Beitritt Jugoslawiens zum „Dreierpackt“ der Achsenmächte (Achse Rom-Berlin-Tokio) hinfällig machte, griffen Deutschland und seine Verbündeten Jugoslawien an, zwangen es zur Kapitulation und teilten es auf. Die Donauschwaben wurden nochmals dreigeteilt und zudem von Staats wegen verpflichtet, in den Wehrverbänden Deutschlands und/oder seiner Verbündeten zu dienen. In der Folge projizierten die im jugoslawischen Raum ab Mitte 1941 auf Geheiß der Kommunistischen Internationale operierenden kommunistischen Partisanen ihren Haß auch auf die Donauschwaben, und ihr „Antifaschistischer Rat der nationalen Befreiung Jugoslawiens“ (AVNOJ) beschloß 1943 und 1944 deren völlige Enteignung und Eliminierung als angebliche „Volksfeinde“.

  Von den 510 000 Donauschwaben, die bei Kriegsbeginn in Jugoslawien lebten, konnten Ende 1944 vor dem Einmarsch der Sowjets und der Machtübernahme der Partisanen etwas über die Hälfte der Zivilpersonen flüchten bzw. evakuiert werden. Aus Syrmien und Slawonien über 90 Prozent, aus der Batschka und dem Baranja-Dreieck rund die Hälfte und aus dem westlichen Banat nur etwa 15 Prozent. Über 90 000 befanden sich bei den Soldaten, so dass rund 195 000 Zivilpersonen unter das kommunistische Schreckensregime Titos kamen.

  Über 8000 Frauen zwischen 18 und 35 Jahren und über 4000 Männer zwischen 16 und 45 Jahren wurden zur Jahreswende 1944/1945 in die UdSSR zur Zwangsarbeit deportiert. 2000 von ihnen gingen bis 1949 zugrunde. Über 7000 Zivilpersonen, fast durchwegs angesehene Männer unter 60 Jahren, wurden im sog. „Blutigen Herbst 1944“ durch lokalen kommunistische Instanzen, durch die Staatspolizei (OZNA) und durch eigene Partisanen-Kommandos („Aktion Intelligenzija“) meist grausam getötet.

  Fast alle anderen 170 000 wurden enteignet und entrechtet und in Arbeits- sowie acht Konzentrationslager für Betagte, Kranke, Kinder (unter 14 Jahren) sowie Mütter mit (bis zu zwei Jahre alten) Kleinkindern interniert. 50 000 von ihnen sind innerhalb von drei Jahren durch Hunger, Seuchen und Erschießungen umgekommen, während 35 000 unter Lebensgefahr aus den Lagern über die nahen Grenzen nach Ungarn und Rumänien entkommen konnten. Ab 1946 wurden Tausende Kinder, denen ihre im Lager befindlichen Familienangehörigen oder sonstigen Betreuungspersonen weggestorben waren, zwangsweise aus den Lagern in Kinderheime verbracht und der Slawisierung unterworfen. Viele von ihnen konnten nach 1950 durch das Internationale Rote Kreuz nicht mehr ausfindig gemacht und Anverwandten zugeführt werden und leben heute völlig assimiliert in einem der Nachfolgestaaten des vormaligen Jugoslawien.

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Der Leidensweg der Donauschwaben forderte insgesamt mindestens 60 000 Ziviltote, d. h. fast jeder/jede dritte der in der Heimat Verbliebenen wurde Opfer des kommunistischen Regimes.
1948 wurden die Lager aufgelöst.
Die noch rund 80 000 Überlebenden des Völkermords mussten dreijährige Arbeitsverträge eingehen und konnten sich erst in den 50er Jahren unter Erlegung eines hohen „Kopfgeldes“ loskaufen und nach Deutschland oder Österreich, in der Regel völlig mittellos, ausreisen.

Nach Auflösung der Lager 1948

Von Herbert Prokle

In den ersten Monaten des Jahres 1948 wurden die Lager für deutsche Zivilpersonen in Jugoslawien aufgelöst. Auch die volksdeutschen Kriegsgefangenen wurden im Laufe des Jahres aus der Kriegsgefangenschaft entlassen (die reichsdeutschen Kriegsgefangenen wurden allmählich nach Hause geschickt). Es ist allerdings ein schwerwiegender Irrtum, von „Freilassung“ der Volksdeutschen zu sprechen. Die überlebenden, früheren jugoslawischen Staatsbürger deutscher Volkszugehörigkeit, gleichgültig ob Zivilisten oder ehemalige Soldaten, wurden 1948 zwar formell aus den Lagern „entlassen“; die ganz große Mehrheit aber wurde direkt und ohne Mitspracherecht in Zwangsarbeitsverhältnisse überführt, an fremden Orten, die sie nicht verlassen durften. Aus den Lagersklaven wurden 1948 also nicht freie Bürger, sondern Verbannte.

Die Auflösung der Internierungslager 1948 mit gleichzeitiger Überstellung der Insassen an ihre neuen Zwangsaufenthaltsorte war ganz offensichtlich eine zentral geplante und gelenkte Aktion. Ein einheitliches, vorgedrucktes Formular wurde verwendet, mit dem die jeweilige Lagerverwaltung den einzelnen Internierten ihre ordnungsgemäße Entlassung aus dem Lager bescheinigte, allerdings gebunden an die Zwangseinweisung in ein mehrjähriges Arbeitsverhältnis an einem Zwangsaufenthaltsort.

Die Aktion zur Überführung in Zwangsarbeitsverhältnisse begann eigentlich schon Ende 1947. Da wurden Familien (in der Regel Frauen mit Kindern, da die Männer irgendwo in Kriegsgefangenschaft waren) mit jungen Männern ab 16 Jahren ausgesucht, die man in Bergwerke (Kohle, Erze) verschickte, um die allmählich zu entlassenden reichsdeutschen Kriegsgefangenen zu ersetzen. Dass die jungen Männer in diesen Fällen entscheidend waren, ist auch daran zu erkennen, daß sie im Entlassungsschein, wenn auch noch minderjährig, als die entlassene Person genannt werden, „mit folgenden Familienangehörigen“ (Eltern, Geschwister). Interessant ist auch, daß Ende 1947 die offiziellen Vordrucke für die „Entlassung“ offensichtlich noch nicht zur Verfügung standen. Es wurden maschinengeschriebene Kopien verwendet. Der Text ist zwar nicht identisch mit den späteren, gedruckten Formularen, aber sinngemäß gleich.

Wie nicht anders zu erwarten, folgt der Formulartext der offiziellen jugoslawisch-kommunistischen Sprachregelung, die das wahre Ausmaß der jugoslawischen Verbrechen grundsätzlich verschleierte. So wird nicht der zutreffende und damals auch vom gesamten serbischen Volk gebrauchte Begriff „Logor“ („Lager“ und analog die „Logoraschen“) verwendet, sondern „Arbeitssiedlung“. Solche Verfälschungen der historischen Tatsachen waren schon am Anfang der systematischen ethnischen Säuberung im „blutigen Herbst 1944“ üblich. So wurden z. B. die in Ernsthausen in einer unvorstellbaren Blutorgie lebend zerhackten 39 deutschen Männer als „an Typhus verstorben“ registriert. Die im Liquidierungslager „Alte Mühle“ in Großbetschkerek monatelang bestialisch gefolterten und ermordeten deutschen Männer wurden im Lagerregister grundsätzlich als „verstorben“ eingetragen.

Dass es sich keineswegs um eine Freilassung handelte, geht aus dem Formulartext unmissverständlich hervor. Der künftige Arbeitgeber wird vorgeschrieben, die Zwangsverpflichtung gilt für mehrere (in der Regel drei) Jahre, der Arbeits-Wohnsitz darf nicht verlassen werden. Die Einschränkung der Bewegungsfreiheit wird noch unterstrichen durch den Hinweis, daß der Betroffene keinen Personalausweis erhält. Hinzu kam, daß man ohne staatliches Arbeitsbuch in Jugoslawien nirgends eine Arbeit erhalten konnte. Das nach der Entlassung aus dem Lager für sie angelegte Arbeitsbuch wurde den Zwangsverpflichteten aber in der Regel erst nach „ordnungsgemäßer“ Erfüllung des Arbeitsvertrages ausgehändigt. Ob das der Fall war, entschied der Zwangsarbeitgeber. In manchen Fällen (wo Arbeitskräfte fehlten, besonders in Bergwerken) wurde am Ende der drei Pflichtjahre die Herausgabe des Arbeitsbuches mit dem Argument verweigert, der Vertrag wäre nicht ordnungsgemäß gekündigt worden, so daß die Betroffenen eine weitere Vertragsperiode an den Zwangsarbeitsplatz gebunden blieben.

Einige wenige Lagerinsassen wurden in ihre früheren (städtischen) Heimatorte entlassen. Sie arbeiteten als Schneiderinnen oder Köchinnen in staatlichen Betrieben, manche auch als Hausangestellte bei serbischen Familien. Von ihrem Besitz erhielten sie selbstverständlich nichts zurück, so daß die Quartiersuche das größte Problem darstellte. Glück hatten diejenigen, die bei vom Lager verschonten Verwandten (Mischehen) aufgenommen wurden. Gerade in den alten Heimatorten mussten die Rückkehrer zudem noch stark unter Diskriminierung und Deutschenhass leiden.5
Familienangehörige, die zusammen in einem Lager waren, wurden in der Regel auch gemeinsam in ein Arbeitsverhältnis überführt. Da aber viele Familien getrennt in verschiedenen Lagern (für Zivilisten aber auch für Kriegsgefangene) waren, wurden sie bei Auflösung der Lager auch in getrennte Arbeitsverhältnisse verbracht. Eine spätere Familienzusammenführung war eine mühsame, langwierige Prozedur, die nur mit behördlicher Genehmigung möglich war. Wo das gelang, wurde der gemeinsame Arbeitsort dann auch gemeinsamer Zwangswohnsitz.

Die meisten alten und arbeitsunfähigen Menschen hatten die ab 1945 extra für sie errichteten „Lager mit Sonderstatus“ (Vernichtungslager) nicht überlebt. Trotzdem gab es bei Auflösung der Lager 1948 alleinstehende Alte, die in kein Arbeitsverhältnis mehr eingewiesen werden konnten (in Rudolfsgnad, dem letzten verbliebenen Vernichtungslager, etwa 750 Personen). Für sie wurden zuerst in Karlsdorf und ab Oktober 1948 auch in St. Georgen an der Bega „Altersheime“ errichtet. In Karlsdorf war das ein ehemaliges Lagerhaus des Alibunarer deutschen Fliegerhorstes, primitiv aber doch ein großer Fortschritt gegenüber dem Lager. Nach und nach wurde es von den Insassen selbst verbessert, jeder erhielt sein Bett, sie konnten sich reinigen und auch das Ungeziefer vernichten. In einer kleinen Baracke installierten sie ein Krankenhaus mit Ambulanz und Apotheke. Die karge Lebensmittelzuteilung wurde durch Gemüse aus dem eigenen Garten ergänzt. So hatten die alten Lagerüberlebenden einen zwar sehr bescheidenen, aber doch einigermaßen menschlichen Lebensabend.

Erst nach Ablauf der Zwangsverpflichtung (in der Regel drei, manchmal zwei Jahre) wurde die Verbannung aufgehoben, d. h. also erst ab Anfang der 1950-er Jahre durften diese Menschen sich wieder frei in Jugoslawien bewegen, theoretisch auch den Wohnort wechseln. Wo aber hätten sie hingehen sollen? Ihr gesamter Besitz war enteignet worden, in ihren ehemaligen Häusern wohnten jetzt fremde Kolonisten, in ihren früheren Heimatorten waren sie weder willkommen noch hätten sie Arbeit gefunden. Das war nicht mehr ihre Heimat. So blieben die
meisten nach Ablauf der Zwangsverpflichtung erst mal an den zugewiesenen Wohn- und Arbeitsorten Sie erhielten nun aber ihre Papiere, wie Arbeitsbescheinigungen, Arbeitsbuch und Personalausweis.

Nach Ablauf der mehrjährigen Zwangsverpflichtung wurde den ethnisch Deutschen auch die jugoslawische Staatsangehörigkeit zurückgegeben, ja geradezu aufgedrängt. Die Prozedur war ganz einfach: Man brauchte sich nur in die Wählerliste eintragen zu lassen. Für den Fall der Zustimmung wurde den Menschen Freizügigkeit im ganzen Land (Arbeitsplatz, Wohnort) sowie die Zuweisung einer Wohnung versprochen. Wer sich weigerte, wurde massiv bedroht (mit erneuter Einkerkerung in Lager und dergleichen). Viele gaben dem Druck nach, nicht wenige wurden ungefragt eingetragen. Wie sollten sie sich wehren, sie waren ja immer noch rechtlos? Die wenigen, die eisern Widerstand leisteten, erhielten dann als erste Ausreisegenehmigungen und brauchten sich von der jugoslawischen Staatsangehörigkeit nicht loszukaufen, da sie ja „staatenlos“ waren. Also aus der Sicht der Betroffenen keine Bestrafung, sondern eine doppelte Belohnung!

Die (vorzugsweise in die Bergwerke verbannten) jungen Männer deutscher Volkszugehörigkeit wurden zum Ablauf der Zwangsarbeitsverpflichtung nahtlos mit der jugoslawischen Staatsangehörigkeit „beglückt“ und im Gegenzug sofort zum jugoslawischen Militär eingezogen. Das Vorliegen der Einberufung genügte, um Ausbürgerungsgesuche auszuschalten. So blieb den jungen Männern nichts anderes übrig, als die zweijährige Dienstpflicht abzuleisten – jede Weigerung hätte als Fahnenflucht gegolten.

Anfang der 1950-er Jahre verbreitete sich unter den deutschen Überlebenden des jugoslawischen Völkermordes die Nachricht, daß man legal nach Deutschland auswandern konnte. Das war mit ganz wenigen Ausnahmen natürlich erst nach Ablauf der Zwangsarbeitsverpflichtung möglich; wer vorher schon versuchte das Land ohne Ausreisegenehmigung zu verlassen und gefasst wurde, wurde als „flüchtiger Gefangener“ betrachtet und verurteilt. Auch das zeigt deutlich, daß die aus den Lagern „entlassenen“ deutschen Volkszugehörigen keine freien Menschen waren, sie hatten keinerlei Recht auf Selbstbestimmung.

Erster Schritt zur legalen Auswanderung war eine deutsche Einreisegenehmigung, die nicht immer schnell zu erhalten war. Mit einem positiven deutschen Bescheid konnte die Prozedur zur Löschung der jugoslawischen Staatsangehörigkeit eingeleitet werden. Da gab es oft willkürliche Verzögerun­gen der jugoslawischen Behörden und am Ende musste noch ein hoher Preis bezahlt werden, um die eben erst zurückerhaltene Staatsbürgerschaft wieder loszuwerden.

Oft wird – halb verwundert, halb kritisch – gefragt, wieso unsere Landsleute erst Jahre nach Auflö­sung der Lager aus Jugoslawien aussiedelten. Tatsache ist, daß sie dieses Land nach allen traumatischen Erlebnissen liebend gerne früher verlassen hatten, aber das lag nicht in ihrem Ermessen. Sie warteten auf den Ablauf der Zwangsarbeitsverträge, auf das Ende der Militärdienstzeit von Söhnen und Brüdern, auf die Einreisebewilligung nach Deutschland, das Ansparen der hohen Gebühren für den Loskauf von der jugoslawischen Staatsbürgerschaft und die Ausreiseerlaubnis aus Jugoslawien. Diese Faktoren bestimmten den jeweiligen Ausreisetermin von etwa 70.000 deutschen Volkszuge­hörigen im Jahrzehnt 1950/1960.

Das war der letzte Akt der „ethnischen Säuberung“ Jugoslawiens von seinen ethnisch deutschen Bürgern. Im heutigen Serbien und Kroatien zusammen leben max. noch 10.000 Donauschwaben (vorwiegend in Mischehen), in Slowenien etwa 1.500 Altösterreicher.
Von den rund 425.000 geflüchteten sowie Lager, Deportation Krieg und Kriegsgefangenschaft Über­lebenden Donauschwaben haben 300.000 in Deutschland, 70.000 in Österreich, 25.000 in USA, 10,000 in Kanada und der Rest in Brasilien, Argentinien, Australien, Ungarn und anderen Ländern eine neue Heimat gefunden. In Deutschland, Österreich, USA und Kanada schufen sie ihre Landsmannschaftlichen Dachorganisationen. 1954 Übernahm das Bundesland Baden-Württemberg die Patenschaft Über die Donauschwaben in Deutschland.

Eine ausführliche Darstellung dieses Themas enthält das Buch Der Weg der deutschen Minderheit Jugo­slawiens nach Auflösung der Lager /948 von Herbert Prokle, erschienen 2008 im Verlag der Donauschwäbischen Kulturstiftung, München

Die Vernichtungslager im ehemaligen Jugoslawien, von denen die letzten 1948 aufgelöst wurden.
Die Zahlen unter den Ortsnamen geben die verstorbenen Donauschwäbischen Zivilpersonen (Kinder, Mütter und Greise) an.