Galerie und Berichte

Sonnenschein und beste Stimmung bei Landesjugendseminar 2022

Das erste warme Frühlingswochenende, strahlende Sonne, laue Temperaturen. Genau dieses Szenaio hat die Tanz- und Trachtengruppen aus Baden-Württemberg nach Mosbach geführt, wo das jährliche Landesjugendseminar der Donauschwaben stattfand.

Im Vorfeld wurde sich aber noch Gedanken gemacht, wie die Veranstaltung stattfinden sollte, da die Infektionszahlen des Corona Virus ja weiterhin anstiegen. Und so wurde jeder Teilnehmer, neben den gesetzlich bekannten Corona Regelen gebeten, einen tagesaktuelle negativen Schnelltest vorzulegen um etwas Sicherheit unter den Teilnehmern zu gewährleisten.

Am frühen Morgen machten sich die Gruppen aus Albstadt, Mosbach, Reutlingen, Schönaich und Speyer auf den Weg ins Haus der Donauschwaben nach Mosbach, wo die Gastgeber bereits mit einem Frühstück auf die 25 Teilnehmer warteten. In entspannter Runde nutze man die Ankunftszeit, um alte Freunde zu begrüßen und sich auszutauschen, was das letzte halbe Jahr passiert ist.

Nachdem auch der Letzte den Weg über die vollen Autobahnen gefunden hat, es war ja bestes Ausflugswetter, ging es dann auch schon los. Neben einer Diskussion über den im Juli geplanten Trainigstag alle Tanzgruppen und einem geplanten Auftritt beim Donauschwabenfest in Albstadt, wurde auch der Tagesablauf nochmal besprochen und optimiert.

Zuerst haben sich die Gruppen mit der Borsicka Polka beschäftigt. Hier waren drei unterschiedliche Choreographien unter den Gruppen bekannt und man hat den Morgen damit verbracht, aus drei eine einzige zu machen, die für alle Altersgruppen tanzbar ist. Dazu gehört nicht nur die unterschiedlichen Choreographien zu sehen und zu analysieren, sondern auch unterschiedliche Musikaufnahmen wurden ausgewertet und man hat sich letztendlich auf eine geeinigt.

Nach der Mittagspause ging es für die Teilnehmer dann kreativ weiter. Unter dem Motto „Flussgeschichten“, lernten die Tänzerinne und Tänzer die Bedeutung der Ulmer Schachtel für die Stadt Ulm kennen. Nicht nur aus historschen Ratsprotokllen wurde die Wichtigkeit ermittelt, auch aus aktuellen Erzählungen über das Donaufest in Ulm, das heute noch stattfindet. Und abschließend durften die Teilnehmer dann noch Papier und Schere greifen und selbst eine Ulmer Schachtel bauen.

Nach einer Kaffeepause ging es dann auch schon wieder Schwungvoll weiter. Im Jahr 2007 war der Choreograph Josef Wenczel, der leider bereits verstorben ist, zu Gast in Mosbach und zeigte den Teilnehmern damals den Tanz „Bis bald, Auf Wiedesehn“. Dieser Tanz wurde dieses Jahr nochmal aufgegriffen und aufgefrischt, damit alle Gruppen wieder den gleichen Stand haben. So konnten an diesem Samstag zwei Tänze erlernt werden.

Bemerkenswert an diesem Seminar ist, dass alle vertretenen Altersklassen, jeden Tanz mittanzen konnten, welcher gezeigt wurde. Und nicht nur dass, auch die Jungen haben sich den ein oder anderen Schritt bei den Alten abgeschaut. Und zusamme sind verbesserte Variationen der Tänze entstanden.

Bedanken möchten wir uns wieder bei den Donauschwaben in Mosbach, die uns immer so gut aufnehmen und auch auf kurzfristige Änderungen immer super reagieren. Bekocht wurden wir diesmal mit verschiedenen Gulasch Variaten, Wurstsalat und Curry Wurst, dass wie immer allen wunderbar schmeckte.

Abschließend in eigener Sache: Im kommende Jahr 2023 stehen Neuwahlen der Landesjugendleitung an. Wir würden uns sehr freuen, wenn die Teilnahme im kommenden Jahr wieder größer ausfällt, da die Jugendleitung eine Vertretung aller Tanz- und Trachtengruppen in eurem Namen ist. Dies ist eure Chance eine Stimme im Landesverband zu haben und diese solltet ihr auch nutzen. Ebenso ist es möglich in das Team der Jugendleitung einzusteigen und aktiv an der Jugendarbeit im Verband teilzunehmen und diese zu gestalten.

Mariana Peric-Kirschenheuter, Landesjugendleiterin BW und Bundesjugendleiterin


Landesweite Tagung der Tanz-, Trachten- und Kulturgruppen (Landesjugendseminar) der Landsmannschaft der Donauschwaben Baden-Württemberg brachte ein Stück Normalität zurück

Am letzten Wochenende im Oktober war es endlich wieder so weit und die Tanz- und Trachtengruppen aus Baden-Württemberg haben sich zum jährlichen Landesjugendseminar getroffen. Wie auch schon in den vergangenen Jahren fand die Veranstaltung im Haus der Donauschwaben in Mosbach statt.

Insgesamt 32 Teilnehmer aus Albstadt, Mosbach, Reutlingen und Speyer, sowie dem Bundesvorstand und dem Weltdachverband der Donauschwaben, haben zwei Tage mit Tanzen, Diskussionen und Spaß verbracht. Sehr glücklich waren die Teilnehmer, dass die Veranstaltung wieder an zwei Tagen stattfinden konnte.

Noch im letzten Jahr hat es sich um eine reine Vortragsveranstaltung gehandelt, bei der die Gruppen an separaten Tischen sitzen mussten und ein Kontakt zu den anderen Gruppen fast unmöglich war. Dieses Jahr war es eine sehr knappe Angelegenheit, denn nur wenige Tage später wurde die Warnstufe in Baden-Württemberg ausgerufen, die uns die Durchführung stark erschwert hätte.

So konnten wir das Wochenende Samstags mit einem gemeinsamen Frühstück starten, dass von unseren Gastgebern in Mosbach zubereitet wurde. Danach ging es mit einer Begrüßung durch Otto Harfmann, stellv. Landes- und Bundesvorstand, weiter, der die Tänzer auch gar nicht lange aufhalten wollte.

Das große Thema des Landesjugendseminar 2021 waren Gemeinschaftstänze, die die Gruppen im vergangenen Jahr ausgewählt haben. So ging es in diesem Jahr mit dem „Ofener Bergland“, bzw auch „Bergland Polka“ oder „Garten Polka“ genannt, als ersten von mehreren Tänzen los. Die Gruppen aus Mosbach und Reutlingen haben die bereits bestehende Choreographien, die in der jeweiligen Gruppe getanzt werden, aneinander angepasst, dass jeder Teilnehmer die Schritte erlernen konnte.

Ziel der Gemeinschaftstänze ist es, Auftritte wahrzunehmen, bei denen eine Trachtengruppe aus mehreren Paaren von verschiedenen Tanzgruppen erstellt wird. So kann man z.B. mehrere Auftritte an verschiedenen Orten zeitgleich wahrnehmen, oder auch Gruppen, die nur noch aus einzelnen Paaren bestehen, können wieder auftreten.

Anschließend kam es noch zu einer Uraufführung einer neu erarbeiteten Choreographie. Dank Norbert Merkle und dem Freundeskreis der donauschwäbischen Blasmusik, haben die donauschwäbischen Tanzgruppen die Musik der „Ilse Polka“ erhalten, auf die Markus Kyas, zusammen mit seiner Tochter einen neuen, donauschwäbischen Tanz erarbeitet haben. Dieser wurde den Gruppen innerhalb einer Stunde beigebracht, sodass die Gruppen nun bereits zwei Gemeinschaftstänze in ihrem Repertoire haben.

Nach einer Kaffeepause hat Otto Harfmann das Wort übernommen und über die Bundesversammlung und die Neuwahlen im Bundesvorstand berichtet. Schmerzlich vermisst wurde hier unser treuster Teilnehmer, Franz Flock, der aus gesundheitlichen Gründen, dass erste Mal nicht teilnehmen konnte. Es wurde über einen erfolgreichen Generationenwechsel im Vorstand berichtet und sehr zur Freunde des stellv. Bundesvorsitzenden, waren auch viele seiner neuen Kollegen da. Stefan Ihas, Präsident des Weltdachverband des Donauschwaben, gab einen kurzen Abriss über den Stand im Weltdachverband. Auch hier stehen Neuwahlen an, bei dem es einige Ämter neu zu besetzen gibt.

Weiter ging es mit einem Workshop zum Thema „Tanzbeschreibungen“. Zuerst wurden einige Tanzpaare aufgefordert eine Tanzbeschreibung zu lesen und zu interpretieren. Hier wurde sehr schnell deutlich, dass es viele Wörter und Abkürzungen gibt, die die Tänzer verwirren. Gemeinsam hat man versucht, die Tanzbeschreibung zu entschlüsseln, was jedoch trotzdem zu verschiedenen Versionen geführt hat. Daher ging der Workshop in eine Diskussion über, die bereits vor einigen Jahren thematisiert wurde. Brauchen die donauschwäbischen Tanz- und Trachtengruppen ein digitales Archiv, bei denen Bildaufnahmen als Tanzbeschreibungen dienen? Hier wurde über rechtliche Grundlagen, Datenschutz und auch die Professionalität der Aufnahmen gesprochen. Welchen Aufwand solch ein Archiv mit sich trägt und auch wo dieses gelagert werden sollte.

Allgemein kam man zu dem Schluss, dass solch ein Archiv durchaus Sinnvoll ist, jedoch erst der Aufwand richtig geklärt werden sollte, bevor man hier weiteres entscheidet. Daher wurde das Thema auf das nächste Seminar vertagt.

Den ganzen Tag über wurden wir mit Spezialitäten aus der Küche der Mosbacher Donauschwaben verwöhnt und so kam es nicht nur zu einem Gericht pro Essenzeit, sondern gleich drei verschiedenen Gerichte wurden sowohl zum Mittagessen, wie auch zum Abendessen präsentiert.

Nach einem Verdauungsspaziergang mit Fackelwanderung durch die Nachbarschaft des Haus der Donauschwaben, übernahm Markus Kyas das Abendprogramm. Mit einem Bingo, eigentlich für Kinder, hat er alle Altersklassen den Abend, bis spät in die Nacht, unterhalten.

Am nächsten Morgen wartete bereits wieder ein großzügiges Frühstück auf die Teilnehmer, bevor es dann auch wieder an das Wiederholen der Tänze ging. Anschließend wurden noch die Termine für 2022 besprochen, die der Landesjugendleitung bereits bekannt waren. So hat man sich auf einen Trainingstag im Juli in Albstadt geeinigt und das Landesjugendseminar wird im März wieder in Mosbach stattfinden.

Neben dem nächsten Gemeinschaftstanz, der „Saarer Burschenweihe“, die von Peter Schweininger choreographiert wurde, wird auch die donauschwäbische Mundart ein Thema sein und auch für ein buntes Abendprogramm wird gesorgt sein.

Abschließend ist der Landsmannschaft der Donauschwaben in Mosbach für die Beherbergung und Bewirtung zu Danken, allen Teilnehmern, dass sie sich so wunderbar an alle Corona Vorschriften gehalten haben und Markus Kyas, sowie Norbert Merkle, für die Möglichkeit, eine neue Choreographie zu erlernen. Wir freuen uns auf das nächste Jahr und hoffen, dass wir uns alle wieder in Mosbach sehen.

Maja, Landesjugendleiterin Baden-Württemberg


Bildergalerie der vergangenen Jahre…